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Beschaffung & Einkauf

Technischer Handel

Kurz erklärt

Technischer Handel bezeichnet den Fach- und Großhandel, der Industriebetriebe mit Wälzlagern, Antriebstechnik, Dichtungen und Fluidtechnik versorgt.

Inhalt
  1. Was ist Technischer Handel?
  2. Praxis in Instandhaltung und Beschaffung
  3. Häufige Fragen
  4. Verwandte Begriffe
  5. Weiterlesen

Was ist Technischer Handel?

Der Technische Handel steht zwischen den Herstellern technischer Komponenten und den Unternehmen, die diese Komponenten in Produktion und Instandhaltung einsetzen. Typische Sortimente umfassen Wälzlager und Lineartechnik, Antriebselemente wie Riemen, Ketten und Kupplungen, Dichtungen, Schläuche und Armaturen, Pneumatik und Hydraulik sowie Werkzeuge und Betriebsbedarf.

Im Unterschied zum Direktbezug beim Hersteller bündelt der Technische Handel das Angebot vieler Hersteller, hält Lagerbestände vor und bietet technische Beratung, etwa bei der Auswahl gleichwertiger Teile oder der Auslegung von Komponenten. Häufig kommen Dienstleistungen hinzu, zum Beispiel Konfektionierung, Schlauchfertigung oder Lagerbewirtschaftung beim Kunden. Katalog- und Onlinehändler für Betriebsbedarf setzen dagegen stärker auf ein standardisiertes Sortiment und Selbstbedienung, mit weniger anwendungstechnischer Beratung.

Für die Beschaffung ist der Technische Handel vor allem bei breitem, schwer planbarem Instandhaltungsbedarf relevant: Wenige Lieferanten decken viele Warengruppen ab, was Bestellungen, Kreditoren und Rechnungen reduziert. Der Direktbezug beim Hersteller kann bei großen, planbaren Mengen oder herstellerspezifischen Sonderteilen sinnvoller sein. Welches Modell passt, hängt daher weniger vom Teil selbst als von Menge, Planbarkeit und Beratungsbedarf ab.

Praxis in Instandhaltung und Beschaffung

Für Ersatzteilanfragen im Technischen Handel sind Herstellerteilenummer, Hersteller, Typenschildangaben und Menge die wichtigsten Angaben. Bei breitem Bedarf lohnt sich ein Abgleich, welche Warengruppen ein Händler aus eigenem Lager liefern kann und welche er nur vermittelt.

Synonyme und Abkürzungen: Technischer Großhandel · Technischer Fachhandel · Industriehandel · Industrial Distribution · Produktionsverbindungshandel (PVH)

Häufige Fragen

Was versteht man unter Technischem Handel?

Gemeint ist der Fach- und Großhandel, der technische Produkte für Industrie und Handwerk führt, etwa Wälzlager, Antriebselemente, Dichtungen, Schläuche, Pneumatik und Hydraulik. Er kauft bei vielen Herstellern ein, hält Bestände vor und berät Anwender bei Auswahl und Einsatz der Komponenten.

Was ist der Unterschied zwischen Technischem Handel und Direktbezug beim Hersteller?

Beim Direktbezug kauft ein Unternehmen unmittelbar beim Hersteller, was sich vor allem bei großen, planbaren Mengen oder Sonderanfertigungen anbietet. Der Technische Handel bündelt dagegen Sortimente vieler Hersteller, liefert auch kleine Mengen aus Lager und reduziert so die Zahl der Lieferanten und Bestellvorgänge.

Wie unterscheidet sich der Technische Handel von Katalog- und Onlinehändlern?

Katalog- und Onlinehändler für Betriebsbedarf arbeiten meist mit einem standardisierten Sortiment, festen Artikeldaten und Selbstbedienung. Der Technische Handel legt mehr Gewicht auf anwendungstechnische Beratung, die Beschaffung nicht gelisteter Teile und Zusatzleistungen wie Konfektionierung. In der Praxis überschneiden sich beide Modelle zunehmend.

Welche Produkte gehören typischerweise zum Technischen Handel?

Zum Kernsortiment zählen Wälzlager, Gleitlager und Lineartechnik, Antriebstechnik wie Riemen, Ketten, Kupplungen und Getriebe, Dichtungstechnik, Schläuche und Armaturen sowie Pneumatik- und Hydraulikkomponenten. Viele Händler führen zusätzlich Werkzeuge, Arbeitsschutz und chemisch-technische Produkte wie Schmierstoffe, Kleb- und Reinigungsmittel.

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