Kurz erklärt
Die Mindestbestellmenge (MOQ) ist die kleinste Menge eines Artikels, die ein Lieferant je Bestellung annimmt oder zu den genannten Konditionen liefert.
Inhalt
Was ist Mindestbestellmenge?
MOQ steht für Minimum Order Quantity. Lieferanten legen sie fest, weil jede Bestellung Fixkosten verursacht, etwa für Auftragsbearbeitung, Rüsten der Fertigung, Verpackungseinheiten oder Mindestlose beim eigenen Vorlieferanten. Abzugrenzen ist der Mindestbestellwert, der statt einer Menge einen Mindestbetrag je Auftrag vorgibt.
Mindestmengen können sich auf einen Artikel, eine Variante oder eine ganze Bestellung beziehen. Häufig ergeben sie sich aus Verpackungseinheiten, etwa Beuteln mit O-Ringen oder Rollen mit Schlauch, oder aus Fertigungslosen bei Sonderteilen. Manche Lieferanten bieten kleinere Mengen gegen einen Mindermengenzuschlag an. Für den Abnehmer entsteht ein Zielkonflikt: Die MOQ kann über dem tatsächlichen Bedarf liegen und so Überbestände und Kapitalbindung erzeugen.
Im Ersatzteilgeschäft treten Mindestmengen oft bei Kleinteilen, Dichtungen oder kundenspezifischen Komponenten auf. Wird nur ein Stück benötigt, stehen Einkauf und Instandhaltung vor der Wahl, die MOQ abzunehmen, Bedarfe mehrerer Standorte zu bündeln oder eine Bezugsquelle mit kleineren Losgrößen zu suchen. Welche Lösung günstiger ist, zeigt ein Vergleich der Gesamtkosten.
Praxis in Instandhaltung und Beschaffung
In Anfragen sollte die tatsächlich benötigte Menge genannt und ausdrücklich nach Mindestmengen, Verpackungseinheiten und Mindermengenzuschlägen gefragt werden. Bei wiederkehrendem Bedarf kann ein Rahmenvertrag mit Teilabrufen eine hohe MOQ entschärfen.
Synonyme und Abkürzungen: MOQ · Minimum Order Quantity · Mindestabnahmemenge · Mindestlosgröße
Häufige Fragen
Was bedeutet MOQ?
MOQ ist die Abkürzung für Minimum Order Quantity, auf Deutsch Mindestbestellmenge. Sie gibt an, welche Stückzahl ein Lieferant mindestens verkauft oder ab welchem Umfang ein bestimmter Preis gilt. Die Angabe findet sich meist im Angebot, im Katalog oder in den Liefer- und Verkaufsbedingungen des Lieferanten.
Was ist der Unterschied zwischen Mindestbestellmenge und Mindestbestellwert?
Die Mindestbestellmenge bezieht sich auf die Stückzahl eines Artikels, der Mindestbestellwert auf den Gesamtbetrag einer Bestellung. Ein Lieferant kann beides vorgeben. Wer viele verschiedene Kleinteile beim selben Lieferanten bestellt, erreicht einen Mindestbestellwert oft leichter als die Mindestmenge eines einzelnen Artikels.
Kann man eine Mindestbestellmenge verhandeln?
Oft ja, vor allem wenn die MOQ aus Verpackungseinheiten oder Bearbeitungskosten stammt. Möglich sind Mindermengenzuschläge, Teillieferungen aus einer größeren Bestellung, Rahmenverträge mit Abrufen oder das Bündeln des Bedarfs mehrerer Standorte. Bei Sonderfertigungen ist der Spielraum geringer, weil Rüst- und Materialkosten weitgehend unabhängig von der Stückzahl anfallen.