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Hydraulik, Pneumatik & Dichtungstechnik

Vakuumpumpe

Kurz erklärt

Eine Vakuumpumpe saugt Gase oder Dämpfe aus einem geschlossenen Raum ab und erzeugt dort einen Druck unterhalb des Atmosphärendrucks.

Inhalt
  1. Was ist Vakuumpumpe?
  2. Praxis in Instandhaltung und Beschaffung
  3. Häufige Fragen
  4. Verwandte Begriffe
  5. Weiterlesen

Was ist Vakuumpumpe?

Vakuumpumpen werden in der Industrie zum Spannen, Heben und Greifen, zum Verpacken unter Vakuum, zum Trocknen und Entgasen, in der Kunststoffverarbeitung, in Papiermaschinen und in Laboren eingesetzt. Je nach erreichbarem Druck spricht man von Grob-, Fein- und Hochvakuum; für höhere Vakuumstufen werden oft mehrere Pumpen kombiniert.

Häufige Bauarten sind Drehschieberpumpen in ölgeschmierter oder trockenlaufender Ausführung, Flüssigkeitsringpumpen für feuchte oder dampfhaltige Gase, Klauen- und Schraubenvakuumpumpen für ölfreien Betrieb sowie Wälzkolbenpumpen zur Steigerung des Saugvermögens. Für Hochvakuum kommen Turbomolekular- und andere Spezialpumpen hinzu. Kenngrößen sind Saugvermögen, erreichbarer Enddruck, Antriebsleistung, Verträglichkeit mit Dämpfen und Partikeln sowie die Art der Schmierung.

Verschleiß betrifft je nach Bauart Schieber, Lager, Wellendichtungen, Abscheiderelemente und Filter. Ölgeschmierte Pumpen benötigen regelmäßigen Ölwechsel; angesaugte Dämpfe oder Partikel verkürzen Standzeiten deutlich. In Prozessen, die ohne Vakuum stillstehen, etwa Verpackung oder Trocknung, gelten Vakuumpumpen als kritische Ersatzteile. Eine Reservepumpe oder ein bevorrateter Wartungssatz verkürzt Stillstände erheblich. Vor dem Ersatz sollte geklärt sein, ob das abgesaugte Medium Dämpfe, Partikel oder aggressive Bestandteile enthält.

Praxis in Instandhaltung und Beschaffung

Für Ersatz und Wartung werden Bauart, Saugvermögen, Enddruck, Motordaten, Ölsorte und Bezeichnungen von Ansaug- und Abluftfiltern benötigt. Ölabscheider- und Filterelemente sowie Schieber sollten als Wartungsmaterial bevorratet werden.

Synonyme und Abkürzungen: Vacuum Pump · Drehschieberpumpe · Flüssigkeitsringpumpe · Vakuumerzeuger

Häufige Fragen

Welche Arten von Vakuumpumpen gibt es?

Für Grob- und Feinvakuum sind Drehschieber-, Flüssigkeitsring-, Klauen-, Schrauben-, Membran- und Wälzkolbenpumpen verbreitet. Für Hochvakuum werden Turbomolekular- und andere Spezialpumpen meist mit einer Vorpumpe kombiniert. Die Wahl hängt vom benötigten Druck, vom Saugvermögen und davon ab, ob das abgesaugte Gas Feuchtigkeit, Dämpfe oder Partikel enthält.

Was ist der Unterschied zwischen ölgeschmierter und trockenlaufender Vakuumpumpe?

Ölgeschmierte Pumpen nutzen Öl zum Abdichten, Schmieren und Kühlen und erreichen einen niedrigen Enddruck, benötigen aber Ölwechsel und Abscheider. Trockenlaufende Pumpen arbeiten ohne Öl im Förderraum, vermeiden Ölnebel und Kontamination und sind wartungsärmer, erreichen je nach Bauart aber andere Druckbereiche. In Lebensmittel- und Reinraumanwendungen werden oft ölfreie Pumpen gewählt.

Welche Angaben braucht man, um eine Vakuumpumpe zu ersetzen?

Benötigt werden Bauart, Saugvermögen in Kubikmetern pro Stunde, erreichbarer Enddruck, Motorleistung, Spannung und Frequenz, Anschlussgrößen sowie Art des abgesaugten Mediums mit Feuchte- und Dampfanteil. Typenschild und Seriennummer helfen, das passende Modell oder Ersatzteile wie Schieber, Filter und Dichtungen eindeutig zu bestimmen.

Warum erreicht eine Vakuumpumpe ihren Enddruck nicht mehr?

Mögliche Ursachen sind Leckagen in Leitungen und Anschlüssen, verschmutzte Ansaugfilter, verschlissene Schieber oder Dichtungen, verunreinigtes oder zu wenig Öl sowie angesaugte Dämpfe, die im Öl kondensieren. Eine Prüfung am abgesperrten Ansaugstutzen zeigt, ob die Pumpe selbst oder die Anlage die Ursache ist.

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