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Qualität & Prüfung

Gefälschte Bauteile (Counterfeit Parts)

Kurz erklärt

Gefälschte Bauteile sind Teile mit falsch ausgewiesener Herkunft, Zustand oder Spezifikation, etwa Nachbauten, umgelabelte oder als neu verkaufte Altteile.

Inhalt
  1. Was ist Gefälschte Bauteile?
  2. Praxis in Instandhaltung und Beschaffung
  3. Häufige Fragen
  4. Verwandte Begriffe
  5. Weiterlesen

Was ist Gefälschte Bauteile?

Als gefälscht gelten Bauteile, die mit der Absicht der Täuschung als etwas anderes angeboten werden, als sie sind. Davon zu unterscheiden sind legale Alternativteile, die offen als kompatibler Ersatz eines anderen Herstellers verkauft werden. Betroffen sind vor allem elektronische Komponenten, Lager, Dichtungen, Steuerungsbaugruppen und hochpreisige Ersatzteile, die abgekündigt oder knapp sind.

Typische Formen sind Nachbauten mit kopiertem Logo und Etikett, umgelabelte Teile mit geänderter Typ- oder Leistungsangabe sowie gebrauchte, ausgebaute oder aufbereitete Teile, die als Neuware verkauft werden. Erkennbar sind Fälschungen etwa an abweichender Verpackung, uneinheitlicher Beschriftung, Bearbeitungsspuren, fehlenden Dokumenten oder auffällig niedrigen Preisen. Die Risiken reichen von vorzeitigem Ausfall und Anlagenstillstand bis zu Sicherheitsgefahren und Haftungsfragen.

Wirksamste Prävention ist der Bezug über autorisierte oder nachweislich qualifizierte Quellen mit lückenloser Rückverfolgbarkeit bis zum Hersteller. Ergänzend helfen klare Dokumentenanforderungen in der Bestellung und eine geschulte Wareneingangskontrolle. Für Elektronikbauteile gibt es eigene Branchennormen zur Fälschungsvermeidung, etwa aus der Luftfahrt.

Praxis in Instandhaltung und Beschaffung

Bei abgekündigten Teilen aus dem freien Markt sollten Herkunftsnachweise, Chargendaten und Originalverpackung verlangt und im Wareneingang gezielt geprüft werden, gegebenenfalls mit Sicht-, Maß- oder Funktionsprüfung. Verdächtige Teile werden gesperrt und nicht eingebaut, bis die Herkunft geklärt ist.

Synonyme und Abkürzungen: Counterfeit Parts · Plagiate · Produktfälschungen · Counterfeit Components · nachgemachte Ersatzteile

Häufige Fragen

Woran erkennt man gefälschte Ersatzteile?

Hinweise sind abweichende oder beschädigte Verpackungen, unscharfe oder uneinheitliche Beschriftungen, Schleif- oder Lackspuren an der Oberfläche, fehlende Begleitdokumente, nicht plausible Chargen- oder Datumscodes und ein Preis deutlich unter Marktniveau. Eine sichere Bewertung erfordert oft den Vergleich mit einem Referenzteil oder eine technische Prüfung.

Was ist der Unterschied zwischen Fälschung und Alternativteil?

Ein Alternativteil wird offen als Ersatz eines anderen Herstellers angeboten und trägt dessen eigene Kennzeichnung; ob es technisch geeignet ist, muss geprüft werden. Eine Fälschung täuscht dagegen über Hersteller, Zustand oder Spezifikation. Entscheidend ist also nicht die Herkunft an sich, sondern die falsche Angabe.

Wie kann man sich vor gefälschten Bauteilen schützen?

Am wirksamsten ist der Bezug über autorisierte Vertriebswege oder qualifizierte Lieferanten, die die Herkunft lückenlos belegen können. Dazu kommen klare Anforderungen an Dokumente in der Bestellung, eine geschulte Wareneingangsprüfung und ein Verfahren für den Umgang mit verdächtigen Teilen, einschließlich Sperrung und Rückmeldung an den Lieferanten.

Warum treten Fälschungen gerade bei abgekündigten Teilen auf?

Wenn ein Hersteller ein Teil nicht mehr liefert, steigt die Nachfrage auf dem freien Markt, während das Angebot sinkt. Diese Lücke nutzen Fälscher mit Nachbauten oder aufbereiteten Altteilen. Wer abgekündigte Teile beschaffen muss, sollte deshalb besonders auf Herkunftsnachweise und Prüfungen achten.

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