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Automatisierung & Antriebstechnik

Durchflussmesser

Kurz erklärt

Ein Durchflussmesser misst, welche Menge einer Flüssigkeit, eines Gases oder Dampfes pro Zeiteinheit durch eine Rohrleitung strömt, als Volumen oder Masse.

Inhalt
  1. Was ist Durchflussmesser?
  2. Praxis in Instandhaltung und Beschaffung
  3. Häufige Fragen
  4. Verwandte Begriffe
  5. Weiterlesen

Was ist Durchflussmesser?

Durchflussmesser erfassen Volumen- oder Massenströme in Prozessanlagen, Wasserversorgung, Kühlkreisläufen oder Dosierstrecken. Gemessen wird für die Prozessregelung, zur Verbrauchserfassung oder zur Überwachung von Pumpen und Filtern. Je nach Messprinzip eignen sie sich für bestimmte Medien, Temperaturen und Drücke. Viele Geräte bestehen aus einem Messwertaufnehmer im Rohr und einem Messumformer, der kompakt aufgesetzt oder getrennt montiert ist.

Magnetisch-induktive Durchflussmesser messen leitfähige Flüssigkeiten ohne Einbauten im Rohr. Coriolis-Geräte erfassen direkt den Massestrom und die Dichte. Ultraschallgeräte arbeiten mit Laufzeitdifferenzen, teils sogar von außen auf das Rohr geklemmt. Wirbelzähler eignen sich für Gase und Dampf, Schwebekörper-Durchflussmesser zeigen den Durchfluss oft rein mechanisch an. Kenngrößen sind Nennweite, Messbereich, Genauigkeit, Druckstufe, Prozessanschluss, Werkstoffe von Auskleidung und Elektroden, Ausgangssignal und Schutzart.

Typische Probleme sind Ablagerungen, Lufteinschlüsse, Abrasion der Auskleidung und ungünstige Einlaufstrecken. Bei Messungen, die abrechnungs- oder qualitätsrelevant sind, kommt eine regelmäßige Kalibrierung hinzu. Gerade und ungestörte Ein- und Auslaufstrecken vor und hinter dem Gerät verbessern die Messgenauigkeit vieler Verfahren deutlich.

Praxis in Instandhaltung und Beschaffung

Für einen Ersatz werden Messprinzip, Nennweite, Druckstufe, Flansch- oder Anschlussnorm, Medium, Temperatur, Messbereich, Werkstoffe, Ausgangssignal und Versorgung benötigt. Bei getrennter Bauform ist anzugeben, ob Messwertaufnehmer, Messumformer oder beides benötigt wird.

Synonyme und Abkürzungen: Durchflussmessgerät · Flowmeter · Durchflusssensor · MID · Mengenmesser

Häufige Fragen

Welche Arten von Durchflussmessern gibt es?

Verbreitet sind magnetisch-induktive Geräte für leitfähige Flüssigkeiten, Coriolis-Messgeräte für Massestrom und Dichte, Ultraschall-Durchflussmesser, Wirbelzähler für Gase und Dampf, thermische Massedurchflussmesser für Gase sowie mechanische Geräte wie Schwebekörper, Ovalrad- oder Turbinenzähler. Die Auswahl hängt vom Medium, der Genauigkeit und den Prozessbedingungen ab.

Was ist der Unterschied zwischen Volumen- und Massedurchfluss?

Der Volumendurchfluss gibt an, wie viel Raum das Medium pro Zeit einnimmt, etwa in Litern pro Minute. Der Massedurchfluss gibt das Gewicht pro Zeit an, etwa in Kilogramm pro Stunde. Bei Gasen und temperaturabhängigen Flüssigkeiten ist der Massedurchfluss aussagekräftiger, weil sich das Volumen mit Druck und Temperatur ändert.

Welche Angaben braucht man, um einen Durchflussmesser zu ersetzen?

Benötigt werden Messprinzip, Nennweite, Druckstufe, Anschlussnorm, Medium mit Temperatur und Leitfähigkeit, Messbereich, Werkstoffe von Auskleidung und Elektroden, Ausgangssignal, Versorgungsspannung und Schutzart. Das Typenschild enthält meist einen Bestellcode, der diese Merkmale verschlüsselt und die Bestimmung erleichtert.

Muss ein Durchflussmesser kalibriert werden?

Ob und wie oft kalibriert wird, hängt vom Einsatz ab. Bei Messungen für Abrechnung, Dosierung oder Produktqualität legen Qualitätsmanagement oder gesetzliche Vorgaben Prüfintervalle fest. Ersatzgeräte werden in der Regel werkskalibriert geliefert; ein Kalibrierschein sollte bei der Bestellung angefordert werden, wenn er benötigt wird.

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