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MRO & Instandhaltung

Präventive Instandhaltung

Kurz erklärt

Präventive Instandhaltung ist eine Strategie, bei der Bauteile in festen Zeit- oder Nutzungsintervallen gewartet oder getauscht werden, bevor sie ausfallen.

Inhalt
  1. Was ist Präventive Instandhaltung?
  2. Praxis in Instandhaltung und Beschaffung
  3. Häufige Fragen
  4. Verwandte Begriffe
  5. Weiterlesen

Was ist Präventive Instandhaltung?

Bei der präventiven oder vorbeugenden Instandhaltung greift die Instandhaltung ein, bevor ein Schaden entsteht. Im verbreiteten Sprachgebrauch ist damit die zeit- oder nutzungsabhängige Variante gemeint: Teile werden nach Kalenderzeit, Betriebsstunden, Schaltspielen oder produzierter Menge gewechselt, unabhängig von ihrem tatsächlichen Zustand. Die DIN EN 13306 fasst den Begriff weiter und zählt auch die zustandsorientierte Instandhaltung zur präventiven; die feste Intervallsteuerung heißt dort vorausbestimmte Instandhaltung.

Die Vorteile liegen in der Planbarkeit: Eingriffe lassen sich in Produktionspausen legen, Personal und Material können vorbereitet werden, ungeplante Ausfälle werden seltener. Der Nachteil ist, dass Teile oft getauscht werden, obwohl sie noch lange halten würden. Das erhöht Materialverbrauch und Arbeitsaufwand. Zudem verhindern starre Intervalle keine Ausfälle, deren Ursache nicht vom Alter abhängt, und jeder Eingriff birgt das Risiko von Montagefehlern.

Präventive Instandhaltung eignet sich besonders für Bauteile mit vorhersehbarem, alterungsbedingtem Verschleiß und für Komponenten, deren Ausfall gravierende Folgen hätte, deren Zustand sich aber schlecht messen lässt.

Praxis in Instandhaltung und Beschaffung

Weil Intervalle und Mengen bekannt sind, lässt sich der Teilebedarf präventiver Maßnahmen gut über Jahresmengen oder Abrufaufträge absichern. Sinnvoll ist, die Intervalle regelmäßig anhand des Zustands ausgebauter Teile zu überprüfen.

Synonyme und Abkürzungen: vorbeugende Instandhaltung · Preventive Maintenance · PM · vorausbestimmte Instandhaltung · intervallbasierte Instandhaltung

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen präventiver und zustandsorientierter Instandhaltung?

Präventive Instandhaltung im engeren Sinn tauscht oder wartet Teile nach festen Intervallen, unabhängig vom Zustand. Zustandsorientierte Instandhaltung misst dagegen Kenngrößen wie Schwingungen oder Temperatur und greift erst ein, wenn Grenzwerte überschritten werden. Sie nutzt die Lebensdauer der Teile besser aus, erfordert aber Messtechnik und Auswertung.

Was sind die Vor- und Nachteile der präventiven Instandhaltung?

Vorteile sind gute Planbarkeit, weniger ungeplante Stillstände und ein vorhersehbarer Ersatzteilbedarf. Nachteile sind der Austausch noch intakter Teile, höherer Material- und Arbeitsaufwand sowie das Risiko, durch häufige Eingriffe neue Fehler zu verursachen. Ausfälle, die nicht vom Alter eines Teils abhängen, werden durch feste Intervalle kaum verhindert.

Ist vorbeugende Instandhaltung dasselbe wie präventive Instandhaltung?

Ja, beide Begriffe werden gleichbedeutend verwendet. Nach DIN EN 13306 umfasst die präventive Instandhaltung alle Maßnahmen, die vor einem Ausfall stattfinden, also auch die zustandsorientierte Instandhaltung. Umgangssprachlich ist meist die intervallgesteuerte Variante gemeint, die in der Norm vorausbestimmte Instandhaltung heißt.

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