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Automatisierung & Antriebstechnik

Automatisierungstechnik

Kurz erklärt

Automatisierungstechnik umfasst Geräte, Software und Methoden, mit denen Maschinen und Prozesse selbsttätig gesteuert, geregelt und überwacht werden.

Inhalt
  1. Was ist Automatisierungstechnik?
  2. Praxis in Instandhaltung und Beschaffung
  3. Häufige Fragen
  4. Verwandte Begriffe
  5. Weiterlesen

Was ist Automatisierungstechnik?

Ziel der Automatisierungstechnik ist es, wiederkehrende Abläufe ohne ständigen Eingriff des Menschen zuverlässig auszuführen. Sie verbindet Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik. Man unterscheidet grob die Fertigungsautomatisierung, etwa in Werkzeugmaschinen und Verpackungslinien, und die Prozessautomatisierung, etwa in Chemie, Papier oder Lebensmittelherstellung.

Ein automatisiertes System besteht aus Sensorik, die Zustände wie Position, Druck oder Temperatur erfasst, aus Steuerungen wie SPS oder Industrie-PC, die nach einem Programm entscheiden, und aus Aktorik wie Motoren, Ventilen und Zylindern, die eingreifen. Bedienpanels dienen der Interaktion mit dem Personal, Feldbusse und Ethernet-basierte Netzwerke verbinden die Ebenen. Häufig wird dies als Automatisierungspyramide von der Feldebene bis zur Unternehmensleitebene dargestellt.

Für die Instandhaltung bedeutet Automatisierung eine hohe Zahl elektronischer Komponenten mit kurzen Produktlebenszyklen. Abkündigungen von Steuerungen, Antriebsreglern oder Bedienpanels treffen Anlagen, die mechanisch noch Jahrzehnte laufen könnten. Ersatzteilmanagement in der Automatisierung muss deshalb neben Mechanik auch Software, Firmwarestände und Kompatibilität berücksichtigen. Wo Nachfolgeprodukte nicht passen, werden Bevorratung, Alternativteile oder ein Retrofit der Steuerung geplant.

Praxis in Instandhaltung und Beschaffung

Ein aktuelles Verzeichnis aller Automatisierungskomponenten mit Herstellerteilenummer, Firmware- und Softwarestand sowie gesicherten Programmen ist die Grundlage für schnellen Ersatz. Für kritische Steuerungsteile lohnt eine regelmäßige Prüfung des Lebenszyklusstatus.

Synonyme und Abkürzungen: Industrieautomatisierung · Industrial Automation · Prozessautomatisierung

Häufige Fragen

Was gehört alles zur Automatisierungstechnik?

Dazu gehören Sensoren und Messumformer, Steuerungen wie SPS und Industrie-PC, Bedien- und Beobachtungsgeräte, Antriebe mit Motoren und Umrichtern, Ventile und Zylinder sowie Kommunikationstechnik wie Feldbusse. Ergänzt wird dies durch Sicherheitstechnik, Schaltschrankbau und die Software für Programmierung, Visualisierung und Datenerfassung.

Was ist der Unterschied zwischen Fertigungs- und Prozessautomatisierung?

Die Fertigungsautomatisierung steuert diskrete Abläufe, bei denen einzelne Stücke bearbeitet, montiert oder verpackt werden. Die Prozessautomatisierung regelt kontinuierliche oder chargenweise Verfahren mit Flüssigkeiten, Gasen oder Schüttgütern, etwa Temperaturen, Drücke und Durchflüsse. Beide nutzen ähnliche Komponenten, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte bei Regelung und Sicherheit.

Warum sind Automatisierungsteile oft schwer zu beschaffen?

Elektronische Komponenten haben deutlich kürzere Lebenszyklen als die Maschinen, in denen sie verbaut sind. Hersteller kündigen Baureihen ab, Nachfolger sind nicht immer steck- oder softwarekompatibel. Hinzu kommen Engpässe bei Halbleitern. Deshalb sind Bestandsaufnahme, Lebenszyklusüberwachung und rechtzeitige Bevorratung kritischer Teile wichtig.

Was ist die Automatisierungspyramide?

Die Automatisierungspyramide ordnet die Ebenen eines Unternehmens hierarchisch: unten die Feldebene mit Sensoren und Aktoren, darüber Steuerungs- und Prozessleitebene, darüber Betriebs- und Unternehmensleitebene mit Produktions- und Planungssystemen. Das Modell veranschaulicht Datenflüsse, wird in vernetzten Anlagen aber zunehmend durchlässiger.

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