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Beschaffung & Einkauf

Lieferantenmanagement

Kurz erklärt

Lieferantenmanagement umfasst Auswahl, Bewertung, Entwicklung und Steuerung von Lieferanten über die gesamte Dauer der Geschäftsbeziehung.

Inhalt
  1. Was ist Lieferantenmanagement?
  2. Praxis in Instandhaltung und Beschaffung
  3. Häufige Fragen
  4. Verwandte Begriffe
  5. Weiterlesen

Was ist Lieferantenmanagement?

Lieferantenmanagement, international Supplier Relationship Management (SRM), betrachtet Lieferanten nicht nur als Bezugsquelle für einzelne Bestellungen, sondern als dauerhafte Partner, deren Leistung gemessen und verbessert wird. Die Phasen reichen von der Lieferantensuche und Qualifizierung über Verträge und laufende Bewertung bis zur Entwicklung oder, falls nötig, zur Trennung.

Bewertet werden typischerweise Qualität, Liefertreue, Preis, Reaktionsfähigkeit, Kommunikation sowie zunehmend Nachhaltigkeit und Compliance, etwa nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Lieferantenaudits, Kennzahlen und regelmäßige Gespräche bilden die Grundlage. Ergänzt wird das durch Risikomanagement, das finanzielle, geografische und Abhängigkeitsrisiken im Blick behält.

Im MRO-Bereich ist die Lieferantenbasis oft sehr groß und fragmentiert. Dort zielt Lieferantenmanagement häufig zuerst auf Transparenz und Konsolidierung: weniger, dafür besser gesteuerte Lieferanten mit klaren Vereinbarungen. Digitale Lieferantenportale und gemeinsame Stammdaten erleichtern dabei den Austausch von Zertifikaten, Bewertungen und Reklamationen und machen die Entwicklung einzelner Lieferanten über Jahre nachvollziehbar.

Praxis in Instandhaltung und Beschaffung

Für Ersatzteillieferanten sind Reaktionszeit auf Anfragen, Lieferzeittreue und vollständige Dokumentation oft wichtiger als der Stückpreis. Diese Kriterien sollten in der Lieferantenbewertung ausdrücklich gewichtet werden.

Synonyme und Abkürzungen: Supplier Relationship Management (SRM) · Lieferantensteuerung · Supplier Management

Häufige Fragen

Welche Phasen umfasst das Lieferantenmanagement?

Typisch ist ein Kreislauf aus Lieferantenanalyse und -suche, Qualifizierung und Auswahl, vertraglicher Einbindung, laufender Bewertung sowie Entwicklung. Zeigt ein Lieferant dauerhaft Schwächen, kann auch die geordnete Beendigung der Zusammenarbeit dazugehören. Ergänzend begleitet das Risikomanagement alle Phasen. Wie intensiv ein Lieferant betreut wird, hängt meist von seiner Bedeutung für die Versorgung und vom Einkaufsvolumen ab.

Was ist der Unterschied zwischen Lieferantenmanagement und Lieferantenbewertung?

Die Lieferantenbewertung ist ein Werkzeug innerhalb des Lieferantenmanagements. Sie misst die Leistung eines Lieferanten anhand festgelegter Kriterien, etwa Qualität, Liefertreue und Reaktionszeit, und fasst das Ergebnis oft in einer Punktzahl zusammen. Lieferantenmanagement ist der umfassendere Rahmen: Es nutzt die Bewertungsergebnisse, um Lieferanten auszuwählen, zu entwickeln, Verträge anzupassen oder die Lieferantenbasis neu zu ordnen.

Wie lassen sich Lieferantenrisiken frühzeitig erkennen?

Hinweise liefern sinkende Liefertreue, häufigere Reklamationen, verlängerte Lieferzeiten oder schleppende Kommunikation. Ergänzend werden finanzielle Kennzahlen, Abhängigkeiten von einzelnen Standorten oder Vorlieferanten und Änderungen bei Eigentümern beobachtet. Hilfreich ist, die Lieferanten nach Versorgungsrelevanz einzustufen und die kritischen enger zu überwachen. Für Teile mit nur einer Bezugsquelle sollten Ausweichoptionen geprüft werden, bevor ein Engpass eintritt.

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