Kurz erklärt
Supplier Relationship Management (SRM) ist die systematische Gestaltung der Beziehungen zu Lieferanten, von Auswahl und Bewertung bis zur gezielten Entwicklung.
Inhalt
Was ist Supplier Relationship Management?
SRM betrachtet Lieferanten nicht nur als Quelle für Ware, sondern als Partner mit unterschiedlicher Bedeutung für das Unternehmen. Es umfasst Lieferantenauswahl, Klassifizierung, Bewertung, Entwicklung, Risikomanagement und die Beendigung von Lieferbeziehungen. Der Begriff überschneidet sich stark mit dem Lieferantenmanagement; SRM betont dabei die aktive Beziehungspflege. Daneben wird SRM auch als Bezeichnung für entsprechende Softwaremodule verwendet.
Ein Kernelement ist die Segmentierung: Strategische Lieferanten erhalten regelmäßige Gespräche, gemeinsame Ziele und Entwicklungsprojekte, während bei Standardlieferanten eine effiziente Abwicklung im Vordergrund steht. Grundlage sind Kennzahlen wie Liefertreue, Qualität, Reaktionszeit und Preisentwicklung, die in Lieferantenbewertungen und Jahresgesprächen besprochen werden. Wichtig ist, dass die Bewertung auch für den Lieferanten nachvollziehbar ist.
In der Instandhaltung zahlt sich SRM besonders bei Lieferanten kritischer Ersatzteile aus. Eine gute Beziehung erleichtert frühzeitige Informationen über Abkündigungen, Berücksichtigung bei Engpässen, technische Unterstützung bei Alternativteilen und die schnelle Klärung von Reklamationen. Bei sehr vielen kleinen Lieferanten kann eine Lieferantenkonsolidierung den Aufwand für die Beziehungspflege senken.
Praxis in Instandhaltung und Beschaffung
Für Lieferanten kritischer Teile lohnt es sich, Ansprechpartner für Eilfälle, Eskalationswege und Informationspflichten bei Abkündigungen schriftlich festzuhalten. So ist im Störfall klar, wer reagiert und wie schnell.
Synonyme und Abkürzungen: SRM · Lieferantenbeziehungsmanagement
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen SRM und Lieferantenmanagement?
Beide Begriffe werden oft gleichbedeutend verwendet. Lieferantenmanagement beschreibt allgemein die Auswahl, Bewertung und Steuerung von Lieferanten. Supplier Relationship Management legt den Schwerpunkt stärker auf die langfristige Beziehung, die Unterscheidung nach strategischer Bedeutung und die gemeinsame Weiterentwicklung mit wichtigen Lieferanten.
Welche Ziele verfolgt Supplier Relationship Management?
Ziel ist, aus der Lieferantenbasis dauerhaft den größtmöglichen Nutzen zu ziehen: stabile Versorgung, gute Qualität, wettbewerbsfähige Kosten und Zugang zu Innovationen. Gleichzeitig sollen Risiken wie Abhängigkeiten oder Lieferausfälle früh erkannt werden. Dafür werden Lieferanten segmentiert, bewertet und je nach Bedeutung unterschiedlich intensiv betreut.
Wie segmentiert man Lieferanten im SRM?
Häufig werden Lieferanten nach Einkaufsvolumen und Versorgungsrisiko oder nach ihrer strategischen Bedeutung eingeteilt, etwa in strategische, wichtige und Standardlieferanten. Für jedes Segment wird festgelegt, wie oft Bewertungen und Gespräche stattfinden, welche Kennzahlen gelten und ob gemeinsame Entwicklungsprojekte sinnvoll sind.