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Beschaffung & Einkauf

Warengruppenmanagement (Category Management)

Kurz erklärt

Warengruppenmanagement (Category Management) steuert den Einkauf nach Warengruppen, für die jeweils eigene Strategien, Lieferanten und Ziele festgelegt werden.

Inhalt
  1. Was ist Warengruppenmanagement?
  2. Praxis in Instandhaltung und Beschaffung
  3. Häufige Fragen
  4. Verwandte Begriffe
  5. Weiterlesen

Was ist Warengruppenmanagement?

Beim Warengruppenmanagement wird das gesamte Einkaufsvolumen in sinnvolle Gruppen gegliedert, zum Beispiel Antriebstechnik, Pneumatik, Elektrokomponenten oder Dienstleistungen. Für jede Gruppe ist ein Warengruppenmanager verantwortlich, der Markt, Bedarf und Lieferanten kennt. Im Handel bezeichnet Category Management zusätzlich die Sortimentssteuerung im Verkauf; im industriellen Einkauf geht es um die Beschaffungsseite.

Der Ablauf folgt meist festen Schritten: Bedarf und Ausgaben analysieren, Beschaffungsmarkt untersuchen, Strategie festlegen, Lieferanten auswählen und verhandeln, Verträge umsetzen und Ergebnisse überwachen. Hilfsmittel sind Spend-Analysen, Portfolio-Matrizen, die Warengruppen nach Einkaufsvolumen und Versorgungsrisiko einordnen, sowie Lieferantenbewertungen. Ziel ist, je Warengruppe ein ausgewogenes Verhältnis von Kosten, Qualität und Versorgungssicherheit zu erreichen.

Für MRO und Ersatzteile ist die Gliederung oft schwierig, weil viele Artikel nur selten gekauft werden und Stammdaten uneinheitlich sind. Eine Klassifizierung nach einem einheitlichen Schema schafft hier die Grundlage. Danach lassen sich Strategien unterscheiden, etwa Bündelung bei Standardteilen, Rahmenverträge bei Verschleißteilen und Versorgungssicherung bei kritischen Komponenten. Auch Dienstleistungen wie Reparaturen lassen sich als eigene Warengruppe führen.

Praxis in Instandhaltung und Beschaffung

Ein einfacher Einstieg ist eine Spend-Analyse der vergangenen Jahre, gegliedert nach Warengruppe und Lieferant. Sie zeigt, wo viele Lieferanten kleine Volumina liefern und welche Gruppen ein hohes Versorgungsrisiko tragen.

Synonyme und Abkürzungen: Category Management · Kategoriemanagement · Commodity Management · Warengruppenstrategie

Häufige Fragen

Was macht ein Category Manager im Einkauf?

Ein Category Manager verantwortet eine oder mehrere Warengruppen über den gesamten Beschaffungszyklus. Er analysiert Bedarf und Ausgaben, beobachtet den Lieferantenmarkt, entwickelt eine Strategie für die Gruppe, führt Ausschreibungen und Verhandlungen und steuert die Lieferanten. Dabei arbeitet er eng mit Technik, Instandhaltung und Qualität zusammen, damit Anforderungen und Einkaufsziele zusammenpassen.

Welche Schritte hat Warengruppenmanagement?

Die Modelle unterscheiden sich in der Zahl der Schritte, enthalten aber meist dieselben Kernphasen: Warengruppe abgrenzen, Bedarf und Ausgaben analysieren, Beschaffungsmarkt untersuchen, Strategie entwickeln, Lieferanten ausschreiben und auswählen, Verträge umsetzen und Ergebnisse überwachen. Der Zyklus wird regelmäßig wiederholt, weil sich Bedarf, Preise und Lieferantenlandschaft verändern.

Was ist der Unterschied zwischen Category Management im Handel und im Einkauf?

Im Handel bezeichnet Category Management die Steuerung von Sortimenten als eigenständige Geschäftseinheiten, oft gemeinsam mit Herstellern, um den Absatz zu verbessern. Im industriellen Einkauf meint es die Organisation der Beschaffung nach Warengruppen mit dem Ziel, Kosten, Qualität und Versorgungssicherheit je Gruppe zu optimieren.

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