Kurz erklärt
Eine Zahnradpumpe ist eine Verdrängerpumpe, bei der zwei ineinandergreifende Zahnräder Flüssigkeit in den Zahnlücken von der Saug- zur Druckseite fördern.
Inhalt
Was ist Zahnradpumpe?
Beim Drehen der Zahnräder öffnen sich auf der Saugseite Zahnlücken, füllen sich mit Flüssigkeit und transportieren sie entlang der Gehäusewand zur Druckseite, wo das Eingreifen der Zähne sie verdrängt. Zahnradpumpen sind einfach, robust und preiswert und werden als Konstantpumpen in Hydraulikaggregaten, als Schmierölpumpen und als Förderpumpen für zähflüssige Medien wie Öle, Harze oder Klebstoffe eingesetzt.
Bei der Außenzahnradpumpe kämmen zwei außenverzahnte Räder, bei der Innenzahnradpumpe läuft ein außenverzahntes Ritzel in einem innenverzahnten Hohlrad; sie ist leiser und pulsationsärmer. Kenngrößen sind Fördervolumen je Umdrehung, Drehzahlbereich, maximaler Druck, Drehrichtung, Wellenende und Befestigungsflansch. Weil das Fördervolumen konstruktiv festgelegt ist, wird der Volumenstrom über die Drehzahl verändert.
Verschleiß an Zahnflanken, Lagern und Seitenplatten vergrößert die inneren Spalte, sodass der Wirkungsgrad sinkt. Ursachen sind Schmutzpartikel, Kavitation durch zu hohen Saugwiderstand und Trockenlauf. Wegen ihres einfachen Aufbaus werden Zahnradpumpen bei Verschleiß häufig komplett getauscht statt repariert. Für kritische Hydraulikaggregate lohnt es, eine passende Pumpe als Reserve vorzuhalten.
Praxis in Instandhaltung und Beschaffung
Für den Ersatz werden Fördervolumen, Drehrichtung, Wellenende, Flansch, Anschlussart und maximaler Druck benötigt. Gerade bei Zahnradpumpen ist die Drehrichtung entscheidend, weil viele Ausführungen nur in eine Richtung betrieben werden dürfen.
Synonyme und Abkürzungen: Gear Pump · Außenzahnradpumpe · Innenzahnradpumpe · Konstantpumpe
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Außen- und Innenzahnradpumpe?
Bei der Außenzahnradpumpe greifen zwei außenverzahnte Räder ineinander; sie ist einfach und kostengünstig, aber vergleichsweise laut. Bei der Innenzahnradpumpe dreht sich ein Ritzel in einem innenverzahnten Hohlrad, getrennt durch ein sichelförmiges Füllstück. Sie arbeitet leiser und mit geringerer Pulsation und wird deshalb oft in geräuschsensiblen Anwendungen gewählt.
Wie erkennt man die Drehrichtung einer Zahnradpumpe?
Die Drehrichtung wird mit Blick auf das Wellenende angegeben, also rechts- oder linksdrehend. Sie steht in der Typbezeichnung oder ist durch einen Pfeil am Gehäuse markiert. Häufig verraten auch unterschiedlich große Anschlüsse die Saug- und Druckseite. Eine falsch eingebaute Pumpe fördert nicht oder wird beschädigt.
Welche Angaben braucht man, um eine Zahnradpumpe zu ersetzen?
Benötigt werden Fördervolumen in Kubikzentimetern je Umdrehung, maximaler Betriebsdruck, Drehrichtung, Wellenform, Befestigungsflansch, Lage und Art der Anschlüsse sowie Drehzahlbereich. Bei Prozesspumpen kommen Fördermedium, Viskosität, Temperatur, Werkstoffe und Wellendichtung hinzu. Typenschild und Herstellerteilenummer beschleunigen die Identifikation.
Warum wird eine Zahnradpumpe laut?
Erhöhte Geräusche deuten häufig auf Kavitation durch zu hohen Saugwiderstand, zu dickflüssiges kaltes Öl oder Luftansaugung an undichten Saugleitungen hin. Auch verschlissene Lager und Zahnflanken oder eine fehlerhafte Ausrichtung zur Antriebswelle erzeugen Geräusche. Eine Prüfung der Saugseite ist oft der erste Schritt.